Rad-Demo 08.11.

qr code
RadDemo 8.11.2020 auf der A565 / Tausendfüßler

Breites Bündnis fordert Fahrrad-Demo auf der Autobahn A565 /
Tausendfüßler ———-

KOMMT !!!! Plant diesen Sonntag ein!

Dort fahren 70.000-90.000 heutzutage Autos/LKW pro Tag,
in Zukunft sollen es 115.000 Autos/LKW sein. Mindestens.
So die Landesregierung NRW.
Wir wollen das verhindern !!!

KOMMT !!!! Plant diesen Sonntag ein!
Bringt alle Eure Freundinnen, Freunde, Partner, Partenerinnen, Kinder, Kindeskinder, Omas, Opas, Nachbarn, … mit

Das Letzte vom 05.11.2020
– Wir werden nicht weiter klagen. Der der gerichtliche Beschluss – Demonstrationsverbot auf dem Tausendfüßler / A565 – wird trotz aller Fragwürdigkeit akzeptiert. Details sieh weiter unten.
– Die neue Route führt nun nicht über die Autobahn sondern wird sie auf mehreren Punkten queren. — siehe Plan unten.
Die Polizeipräsidium hat ein Demonstrationsverbot auf dem Tausendfüßler /A565 verfügt, gegen welches aber gerichtlich vorgegangen wurde.
– „Um die Einhaltung der durch die Corona-Pandemie bedingten umfassenden Hygiene-Vorschriften zu erleichtern, wird die Zahl der Mitfahrer*innen auf 200 beschränkt. “
Hygienekonzept – bitte lest es!! unter

Strecke:

Campus Poppelsdorf Treffpunkt (Abfahrt: ca. 15.45 Uhr) – Carl-Troll-Straße – Sebastianstraße – Alfred-Bucherer-Straße – Endenicher Allee – Kaufmannstraße – Endenicher Straße – Herrmann-Wandersleb-Ring – Auf dem Hügel – Am Probsthof – Bornheimer Straße – Lievelingsweg – Berta-Lungstras-Straße – Oppelner Straße – Am Josephinum – An der Josephshöhe – Herseler Straße – U-Turn Friedrich-Ebert-Brücke – Herseler Straße – Werftstraße – Welschonnenstraße – Römerstraße – Sandkaule – Belderberg – Adenauerallee – Reuterstraße – Am Botanischen Garten – Karlrobert-Kreiten-Straße – Campus Poppelsdorf (Abschluss: ca. 17.30 Uhr).
 
Das sind insgesamt ca. 15 km. Auf der Fahrt werden keine Zwischenkundgebungen stattfinden, wir planen aber zwischendurch kurz Stopps vorzunehmen, an denen Transparente kurz ausgebreitet werden, die Fahrräder und Teilnehmer*innen aber in Corona-Abstand auf der Strecke bleiben.

Hier die Anträge und Verwaltungsgerichtsbeschlüsse:
– Klage und Beschluß gegen das Verbot, auf der Autobahn zu demonstrieren,
– Klage und Beschluß gegen die Pflicht, Teilnehmerlisten:

„Liebe Leute,   es ist soweit. Wir ziehen für die Genehmigung der Autobahnbefahrung vors Verwaltungsgericht, unsere Anwältin reicht die Klage am morgigen Freitag ein. Wir wollen am Sonntag, den 08.11, zwischen 15 und 17 Uhr einen ca. 3.5 km langen Abschnitt unserer Stadtautobahn mit bis zu 200 Demonstranten in grossem Coronaabstand und mit Maske beradeln. Seit etwa fünf Wochen arbeiten wir zu zehnt an der Planung, Bewerbung und Umsetzung dieser Aktion. Die Chancen für eine NRW-weit allererste Rad-Demo auf der Autobahn stehen anwaltlicher Einschätzung nach gut.  
Spenden:
1. Jetzt brauchen wir Eure Unterstützung durch Spenden zur Deckung unserer Unkosten! Wir sind für das Verwaltungsgerichtsverfahren und die Anwältin mit 900€, für ein Demo-Banner mit 100€ und für den Demo-Plakatedruck mit 70€ in Vorlage gegangen. Bitte überweist Eure Spenden an
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Bonn- Rhein-Sieg -Ahr unter:   Begünstigte: VCD KV Bonn RheinSieg Ahr
Bankinstitut: Volksbank Köln Bonn eG
IBAN: DE55 3806 0186 2004 8600 15
BIC: GENODED1BRS
Verwendungszweck(!): Raddemo A565  

Überschüssige Spenden gehen an die Bürgerinitiative Moratorium A565, die sich schon lange für eine zeitgemässe Korrektur der Ausbaupläne einsetzt.   2. Holt jeweils 5-10 A3-Plakate im Radladen Rückenwind (Bonn, Kaiserstrasse 30) ab, bastelt Euch mit zweien davon ein Pappe-mit-Schnüren-umhängen-Sandwich und hängt den Rest in Geschäften oder an anderen Orten Eurer Nachbarschaft auf. Unsere Plakate liegen dort ab sofort zur Mitnahme aus.   3. Für alle, die nicht auf der Autobahn radeln möchten: wir markieren und ordnen zusätzlich Stehplätze zum Zugucken an den Autobahnbrücken bei Wiesenweg/Endenicher Allee und entlang des dort verlaufenden Autobahnabschnitts. Kommt zahlreich!   Helft uns im Widerstand gegen Autobahnausbaupläne, die weder dem Klima, noch den Autofahrern und erst recht nicht der Stadt als Ganzes dienen.

Pressemitteilung vom 27.10.2020:
Parents for Future Bonn fordert eine Fahrrad-Demonstration auf dem Tausendfüßler / A565

Parents for Future und viele weitere Organisationen aus dem „KlimaNetz Bonn“ rufen unter dem Motto „Tausend Räder auf den Tausendfüßler“ zur Demonstration auf. Statt neuer Fahrspuren für Autos sollte bei der Sanierung der A565 ein Radschnellweg gebaut werden. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und die Vorteile eines solchen Radwegs erfahrbar zu machen, kann dies für die Veranstalter*innen nur heißen, dass eben genau dort demonstriert werden muss. Daher wurde für Sonntag, den 08.11.2020, eine Fahrrad-Demonstration auf dem Tausendfüßler angemeldet. Start der Veranstaltung soll um 15 Uhr auf dem Campus Poppelsdorf sein. Die Stadt hat bislang ein Demonstrationsverbot auf dem Tausendfüßler verfügt, gegen welches aber gerichtlich vorgegangen wird. Um die Einhaltung der Corona bedingt strengen Hygiene-Vorschriften zu erleichtern, wird die Zahl der Mitfahrer*innen auf 200 beschränkt, für alle anderen ist parallel eine Kundgebung an den Brückengeländen Wiesenweg und Endenicher Allee mit Blick auf den A565 / Richtung Tausendfüßler geplant.“

Unzeitgemäße Verkehrsprognosen als Planungsbasis

Die Verkehrsprognosen, mit denen Straßen.NRW den Ausbau der A565 rechtfertigt, beruhen auf dem umstrittenen Bundesverkehrswegeplan 2030, der auf Bundesebene bereits scharf in die Kritik geraten ist. „Das Wort „Verkehrswende“ ist für die Verantwortlichen ein Fremdwort und kommt in den sieben Aktenordnern zum Planungsverfahren für die A565 kein einziges Mal vor. Das ist in Zeiten der Klimakrise unverantwortlich. Mit diesen völlig unzeitgemäßen Ausbauplänen wird die von allen Parteien geforderte Verkehrswende ausgebremst und – auf Kosten zukünftiger Generationen – der CO2-Ausstoß noch gefördert. Wir brauchen stattdessen dringend ein neues Verkehrsgutachten, dem eine klima- und zukunftsgerechte Planung zugrunde liegt“, so Jean Jacques Jassoy von Parents for Future Bonn.

Verweigerter Radschnellweg

Nach dem aktuell geltenden Bundesfernstraßengesetz müsste bei der Sanierung von Autobahnbrücken ein Radweg eingeplant werden. Der Verkehrsminister von NRW setzt sich über diese Vorgabe hinweg. Damit werden eine zukunftsgerechte Verkehrswende und eine Verbesserung der Verkehrsprobleme auf dem Tausendfüßler zunichte gemacht. Denn das hohe Verkehrsaufkommen dort beruht weniger auf Transit- als auf Pendelverkehr, der durch einen Radschnellweg deutlich reduziert werden könnte. Einer aktuellen Studie der Universität Bonn zufolge verursachen über 120.000 tägliche Einpendler*innen nach Bonn jährlich über 60.000 Tonnen Kohlendioxid durch motorisierten Individualverkehr. Bernhard Meier vom ADFC Bonn betont: „Ein Radschnellweg am Tausendfüßler wäre ein wichtiger Anreiz für den Umstieg auf klimafreundliche Fortbewegungsmittel  – auch zur Entlastung der Reuterstraße, die nach einem Gerichtsbeschluss aufgrund der hohen Stickoxid-Werte weiter unter Beobachtung steht. Stattdessen würden mit neuen PKW-Spuren weitere Autos in die Stadt gelockt.“

Unzureichende Bürger*innen-Information

Viele Bürger*innen wissen nicht, was durch die bisherigen Planungen auf sie zukommt: Straßenkapazität für 30.000 Autos mehr, ein riesiges Abwasserbecken in Endenich, noch mehr Lärm und vor allem noch mehr Luftverschmutzung durch Feinstaub und CO2. „Die Klimaziele der Bundesregierung und der EU würden konterkariert; der ausgerufene Klimanotstand der Stadt Bonn nicht beachtet. Und die Bürgerversammlung der Stadt Bonn hat die Fragen der Bürger*innen hierzu nicht beantwortet.“ sagt Irmgard Henseler von der Bürgerinitiative Moratorium A 565. „Es ist kaum möglich, sich nur nach Aktenlage vorzustellen, was die Verbreiterung der Autobahn und der Verzicht auf einen Radweg konkret bedeuten würden. Trotzdem wurde ein von Bonner Bürger*innen und Bürgern sowie OB Sridharan gefordertes 3D-Modell des Bauprojekts von Straßen.NRW verweigert.”

Rad-Demonstration als Ortstermin

Um sich wenigstens ein Mal wirklich ein Bild der Lage vor Ort machen zu können, soll nun die Rad-Demonstration genau auf der relevanten Autobahnstrecke stattfinden. „Wir wollen hautnah erfahren, wie schnell wir mit dem Fahrrad am Tausendfüßler in die Stadt pendeln können und was Autobahnausbau auf die doppelte Fläche für angrenzende Grünflächen wie den Lenné-Park bedeuten würde,“ so Alice Meisen von Extinction Rebellion Bonn. Außerdem besteht am Montag, dem 9. November, einen Tag nach der Demonstration, für die Bürgerinnen und Bürger die letzte Möglichkeit, sich mit einer Einwendung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens A565 gegen die bisherigen Planungen zu wehren. Ella Schetter von Fridays for Future Bonn appelliert: „Wir bitten Sie darum, bei der Rad-Demonstration mitzufahren, sich selbst ein Bild zu machen, und, wenn auch Sie Bedenken haben, Ihre Einwendungen noch am Montag geltend zu machen!“

Wir laden die Presse herzlich zu dieser ungewöhnlichen Veranstaltung und zur Berichterstattung im Vorfeld ein. Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an:

Parents for Future
bonn@parentsforfuture.de
Malte Kleinwort
0151-17821352

Jean Jacques Jassoy
0179-2977322

Quelle der erwähnten Studie der Universität Bonn: https://www.geographie.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/einpendler-nach-bonn-tragen-erheblich-zum-co2-ausstoss-bei/

qr code